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Dicke Luft in Baden-Württemberg

 

 
 
 
 

Margareta Barth ist Klimaexpertin und Präsidentin der LUBW. Sie erklärt im Interview, welche spannenden Arbeitsfelder die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg innehat und wie diese mithilfe modernster Technik ausgeführt werden.

Die LUBW berät Landesregierung und andere Landesbehörden zu allen Fragen des Klimaschutzes. Dazu erfasst die LUBW landesweit Daten zur Umwelt und analysiert Luft-, Wasser- und Bodenproben. Diese werden für die Öffentlichkeit aufbereitet und die LUBW schlägt Alarm sobald eine Abweichung von Messzahlen oder gefährliche Schadstoffe entdeckt werden. Dazu gehören zum Beispiel die Ozonwerte.
Mit den warmen Temperaturen nehmen die Ozonwarnungen im Land wieder zu. Nirgends sonst war die Ozonbelastung in diesem Jahr so hoch wie an der Messstation Schwarzwal-Süd bei Münstertal. Das sagen die Daten zur Luftqualität der LUBW. An 28 Luftmessstationen im Land wird der Ozonwert ermittelt. Wie es in verkehrsarmen Gegenden trotzdem zu hohen Ozonbelastungen kommen kann, hat uns Dr. Wilfried Weiß, Referatsleiter Luftqualität der LUBW, erklärt.

Aber auch der Feinstaub macht uns und vor allem den Stuttgartern weiter zu schaffen. Ein schneeweißer Feinstaubfilter wird nach einem Tag am Stuttgarter Neckartor immer noch kohlrabenschwarz. Ausgerechnet in einem Bundesland mit grüner Regierungsbeteiligung werden regelmäßig die Grenzwerte für Feinstaub überschritten.

Die Regeln für den Autoverkehr sollen deshalb noch strenger werden. Mit einem neuen Luftreinhalteplan möchte die grün-schwarze Landesregierung die extreme Abgasbelastung in der Landeshauptstadt Stuttgart verringern.